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Die "junge Donau" von Donaueschingen bis Ulm

Reiseantritt Täglich von Ende April bis Mitte Oktober
Gesamtstrecke ca. 215 km km
Preise pro Person
ab 2 Personen 499 €
ab 4 Personen 419 €
ab 6 Personen 385 €

Einzelzimmerzuschlag 92 €
Leihrad mit Packtasche 40 €
Pedelec mit Packtasche 80 €

 

Die Donau ist der zweitlängste Fluss Europas, seine Ufer säumen von der Quelle bis zur Mündung insgesamt zehn Anrainerstaaten. Wir bewegen uns ausschließlich auf deutschem Boden und hier auf den ersten hundert Kilometern im Naturpark „Obere Donau“. Hier findet man nicht nur das geologische Phänomen der Donauversickerung, sondern auch beeindruckende Felsformationen, seltene Pflanzen und Tierarten. Meist über dem Tal, aber auch in den Orten sind mächtige Burgen und Schlösser zu bewundern und im weiteren Verlauf der Donauauen die weite Ebene, die der Fluss früher regelmäßig überschwemmt hat. Für die Tour an der jungen Donau empfiehlt sich die Anreise mit der Bahn, denn die Verbindungen zurück nach Donaueschingen sind insbesondere von Donauwörth aus sehr umständlich und zeitraubend! 1. Tag Anreise nach Donaueschingen Die kleine Residenzstadt ist Sitz der Fürsten von Fürstenberg. In deren Schlosspark befindet sich auch die Donauquelle, an deren Rand Mutter Baar dem abfließenden Wasser den Weg nach Osten weist. Donaueschingen ist aber auch Kulturstadt mit Veranstaltungen von internationaler Bedeutung. Und nicht zuletzt verfügt die Stadt über eine Brauerei, die eines der besten Biere der Welt hervorbringt – so die Eigenwerbung. Überprüfen kann man das bei einer Führung durch die Fürstenberg Brauerei. 2. Tag, Streckenlänge ca. 55 km; Fahrzeit ca. 4½ Stunden Donaueschingen – Fridingen Schwierigkeit:  (kurze Steigungen) Etwa dreißig Kilometer müssen Sie fahren, dann können Sie das Naturschauspiel „Donauversickerung“ bewundern. Manchem mag die Bewunderung schwer fallen, denn es ist nichts zu sehen, außer den Steinen im trockenen Flussbett. Im Sommer ist dieses bis auf ein paar Wasserlachen völlig ausgetrocknet. Gespeist vom eigenen und fremden Wassern fließt durch Tuttlingen schon wieder eine ganz stattliche Donau. Die Stadt wurde nach dem Brand von 1803 am Reißbrett völlig neu gestaltet, ihre Straßen verlaufen schnurgerade und im rechten Winkel. Sie werden keine Probleme haben, den Marktplatz, das Rathaus, die Stadtkirche oder das Heimatmuseum zu finden. Und wenn Sie die Stadt verlassen, wird Ihnen ganz schnell klar, warum in Tuttlingen das „Herz der Medizintechnikbranche“ schlägt. In Mühlheim stoßen Sie direkt auf das gotische Fachwerkrathaus. Auf dem Weg dorthin schauen Sie in den Garten des Schlosses der Herren von Enzberg. Am Ende der Etappe empfängt Sie der von Fachwerkhäusern geprägte historische Ortskern von Fridingen. 3. Tag, Streckenlänge ca. 55 km; Fahrzeit ca. 4½ Stunden Fridingen – Mengen Schwierigkeit:  (kurze Steigungen) Oberhalb von Beuron kommt der Weg aus dem Wald und gibt den Blick auf die riesige Klosteranlage frei. Bereits 1077 ist mit dem Bau eines Klosters an dieser Stelle begonnen worden. In Inzigkofen treffen sich Natur-, Kultur- und Geschichtsfreunde zu Seminaren im ehemaligen Kloster des Augustinerchorfrauenstifts. Der eilige Radler sollte zumindest einen Blick in den wunderschönen Kräutergarten und das Bauernmuseum in der Zehntscheune werfen bevor er sich auf den Weg nach Sigmaringen begibt. Schloss Sigmaringen, das Wahrzeichen der Stadt, ist seit 1535 Sitz der Grafen und späteren Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen und zeigt sehr eindrucksvoll die Entwicklung einer mittelalterlichen Burg zum fürstlichen Residenzschloss. Dann öffnet sich das Tal und Sie erreichen die alte Fuhrmannstadt Mengen. 4. Tag, Streckenlänge ca. 59 km; Fahrzeit ca. 5 Stunden Mengen – Ehingen Schwierigkeit:  (Streckenlänge) Auf der Höhe über der Donau zeigt sich die Heuneburg, Zeugin der frühkeltische Besiedelung. Auf einem kleinen Abstecher nach Neufra können Sie das dortige Schloss mit seinem „Hängenden Garten“ aus der Zeit um 1570 besichtigen. Ein absolutes Muss ist der Rundgang durch den kleinen Ort Riedlingen mit riesigen Fachwerkhäusern, einer kunstvollen Holzkonstruktion von Rathaus (im Erdgeschoss ist das „i“, bitte eintreten!!!) mit einem bewohnten Storchennest auf dem Dach. Hinter Zwiefaltendorf gilt es eine Steigung zu überwinden, und wenn man schon auf der Höhe ist, lohnt sich auch der Weg nach Obermarchtal mit der zum Münster erhobenen ältesten Barockkirche Oberschwabens. Bei einem gemütlichen Bummel durch Ehingen lassen Sie einen eindrucksvollen Tag ausklingen. 5. Tag, Streckenlänge ca. 44 km; Fahrzeit ca. 3¾ Stunden Ehingen – Ulm Schwierigkeit:  (kurze Steigungen) Für den heutigen Tag kehren wir der Donau den Rücken, um den bekannten Blautopf nicht zu versäumen. Dazu folgen Sie dem bestens beschilderten Weg „Donau-Radweg – Alternative Blautal“. Blaubeuren hat aber nicht nur die sagenumwobene Quelle zu bieten, was Sie auf einem Ortsrundgang eindrucksvoll erkunden können. Die Blau begleitet Sie direkt nach Ulm, wo sie in die Donau mündet. Hier im Mündungsgebiet der Blau liegt auch das malerische Fischer- und Gerberviertel von Ulm, eine Attraktion, die Sie auf keinen Fall versäumen sollten. Nicht besonders erwähnt werden muss dagegen das Ulmer Münster, das zum Besichtigungspflichtprogramm gehört. 6. Tag Ulm – Abreise oder Verlängerung Wer die kurze Variante an der jungen Donau gewählt hat, wird am heutigen Tag von Ulm aus die Heimreise antreten, andere haben sich für eine längere Tour entschieden und fahren weiter.